Der Mensch ist mehr als sein Befund.
Über den objektiven Faktor „Subjektivität“ und die tägliche Erfindung des Leben
Prof. Dr. Annelie Keil
Leben ist nur eine Idee, eine Möglichkeit, das eigene Leben mit jedem Atemzug, Gedanken, Gefühl und jeder Handlung zu erfinden. Vom „biologischen Überraschungsei“ unterwegs zur eigenen Biografie. Leben braucht die Entscheidung, leben zu wollen, weil es von allem Anfang an ergänzungsbedürftig, verletzlich, endlich, eine in jeder Weise offene wie gefährdete Existenz ist. Die menschliche Krankheit ist eine jener Gefährdungen, die Menschen trifft und dabei zu einem umfassenden biografischen Dialog herausfordert. Unvermeidbar ist sie eine Grundbedingung menschlichen Seins. Ähnlich ist Gesundheit, die Schwester der Krankheit, weder messbar, käuflich oder machbar, sondern eine konkrete Utopie! „
Referentin
Prof. Dr. Annelie Keil, geb. 1939, aus der Erfahrung von Krieg, Flucht und dem Leben mit Sozialhilfe viel gelernt; Studium der Politischen Wissenschaften, Soziologie u. Pädagogik, 1971-2004 Professorin an die Universität Bremen, Sozialarbeitswissenschaft, Gesundheitswissenschaften, angewandte Biographie- und Lebensweltforschung. Umfangreiche Vortragstätigkeit, Radio- und Fernsehsendungen zum Bereich Gesundheit
Donnerstag, 7. Oktober 2010, 19.15 – ca. 20.30 Uhr
Institut für Philosophie und Ethik
Stiftung Fritz Allemann
Witikonerstrasse 15, 8032 Zürich
Unkostenbeitrag CHF 30.—
